Eine Messe, die das Leben und den Tod zusammenbringt: Am 31. Oktober 2026 fand auf dem Dresdner Trinitatisfriedhof erstmals die Anima et Mors statt. ANTEA Bestattungen war mit einem eigenen Stand vertreten und bot Einblicke in individuelle Möglichkeiten der Abschiedsgestaltung.
Das Leben und den Tod ins Gespräch bringen
Selbstbestimmt leben, selbstbestimmt sterben und den Wert des Lebens bewusst wahrnehmen: Diese Themen standen im Mittelpunkt der ersten Anima et Mors in Dresden. Der lateinische Name verbindet zwei Begriffe: Anima steht für Seele, Atem und Leben, Mors für den Tod. Kunst, Vorträge und handverlesene Aussteller machten die unterschiedlichen Facetten dieser Themen erlebbar.
Initiiert wurde die Messe von Susy Schmuhl, Lebens- und Sterbeamme. Inspiriert von ähnlichen Veranstaltungen wollte sie auch in Dresden einen Ort schaffen, an dem der Tod einen selbstverständlichen Platz neben dem Leben erhält.
Der Kontakt ist entstanden durch ANTEA-Mitarbeiterin Kathrin Dahl, die Urnen individuell nach den Wünschen der Hinterbliebenen gestaltet und diese Unikate auf der Messe präsentierte. Der ANTEA-Messestand wurde von den Mitarbeitern Georg Kloß und Remo Schulz begleitet. Auch Betriebsleiterin Mandy Herforth-Klöber sowie zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus dem ANTEA-Team besuchten den Stand und unterstützten die Vorbereitungen. Sie kamen mit zahlreichen Interessierten ins Gespräch und tauschten sich über unterschiedliche Themen rund um Bestattung, Abschied und Erinnerung aus.
Urnen, die persönliche Geschichten erzählen
Ein besonderer Blickfang auf der Anima et Mors war die Arbeit von Kathrin Dahl. Als Bestattungsberaterin begleitet sie Menschen bei der Gestaltung des Abschieds. Ihre Leidenschaft für das Malen und Zeichnen verbindet sie dabei mit einer ganz besonderen Form der Erinnerung: individuell gestalteten Urnen.
Wenn Angehörige sich eine persönliche Gestaltung wünschen, entstehen in Zusammenarbeit mit ihnen einzigartige Kunstwerke, die Erinnerungen sichtbar machen. Ob Beruf, Hobby, besondere Orte oder das geliebte Haustier – Kathrin Dahl bringt Motive auf Urnen, die zum Leben des verstorbenen Menschen passen. Denn jeder Mensch ist einzigartig, auch sein Abschied darf besonders sein. Auf der Messe konnten Besucherinnen und Besucher verschiedene Arbeiten kennenlernen und Kathrin Dahl direkt bei der Gestaltung einer Urne über die Schulter schauen.
Vielfalt und Begegnung auf dem Trinitatisfriedhof
Auch die weiteren Ausstellenden zeigten, wie vielfältig die Auseinandersetzung mit Leben und Tod sein kann. Das Angebot reichte von therapeutischen Angeboten mit Pferden und Buchverlagen über Floristik und künstlerische Sarggestaltung bis hin zu nachhaltigen Stoffüberurnen und handgefertigter Grabmalkunst aus Holz. Kreative Teilnehmende aus dem Bereich Kunsthandwerk gestalteten ihre Werke teilweise direkt vor Ort und machten ihre Arbeit so für das Publikum unmittelbar erlebbar.
Dass die Premiere der Anima et Mors zu einem gelungenen Tag wurde, war auch dem großen Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu verdanken. Gemeinsam mit dem Begegnungszentrum des Trinitatisfriedhofs sorgten sie mit selbstgebackenem Kuchen und frisch zubereiteter Kartoffelsuppe für eine herzliche Atmosphäre.
Die Messe bot damit nicht nur Gelegenheit, individuelle Formen der Abschiedsgestaltung vorzustellen, sondern auch Raum für Begegnungen, neue Impulse und einen offenen Austausch über Themen, die zum Leben gehören.
Abbildungen © Ahorn Gruppe
